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Unterwegs - Bundeshajk 2019

April 29, 2019

13:00 Uhr, Oberhof, Thüringen, Parkplatz P1. Wir steigen aus dem Bus, laden unsere Rucksäcke aus. Die Sonne strahlt, ein kalter Wind weht über die grünen Fichtenwälder, in schattigen Nischen liegen noch Reste von Schnee. Es geht los: Unterwegs.

Ranger in Kluft und gelben Westen empfangen uns, geben uns die vorbereiteten Karten. Unser erstes Ziel heißt Camp 4 bei Zella-Mehlis, ca. 10km von hier. Wir norden die Karte ein, identifizieren die Richtung und den Weg mit Hilfe des Kompaß, schultern unsere Rucksäcke und laufen los, hinein in den Fichtenwald.

Nicht alle im Team haben mitbekommen, dass wir uns bis zum Abend selbst würden versorgen müssen. Es macht nichts, wir teilen. Unterwegs.

 

Wir erreichen die stille Lichtung im Wald gegen 17 Uhr und werden von Rangern freundlich empfangen, die Rangerflagge weht leise im Wind, Camp 4. Registration, ein weißes Bundeshajk Bändchen mit Emblem – perfekte Organisation, an alles gedacht. Noch scheint die Sonne während wir unser Biwak aufbauen. Es dauert über eine Stunde – Wachstumspotential.

Beim Kochen über Gas- und Spirituskocher erkennen wir die Mängel in unserer Ausrüstung. Aber wir kochen trotzdem und genießen das erste warme Essen des Tages während die Sonne über dem Horizont untergeht. Unterwegs.

20 Uhr. Abendveranstaltung, Lobpreis, dann die packend erzählte Geschichte vom Ruf Gottes an Abraham und seinem Gehorsam auf diesen Ruf. Aufbruch aus Ur, nicht in Haran stecken bleiben, Kanaan als Versprechen, noch nicht sehen, aber Gott dennoch glauben. Ranger, hast du Gottes Ruf schon beantwortet, bist schon unterwegs oder steckst du noch im alten Leben fest? Ein Schuhbändel in leuchtender Farbe für jeden Ranger soll erinnern: folge dem Ruf Gottes an dich und brich auf!

 

17.4., 6 Uhr. Nach einer klaren, mondhellen Nacht wachen wir auf. Es ist kalt. Wir packen unser Biwak zusammen und machen uns auf den Weg. Der Magen knurrt. Die Frage nach einem Umweg, um in einem Laden in Zella-Mehlis Rühreier zu kaufen wird von den Rangers abschlägig beschieden. Nordwestlich der Stadt finden wir einen Platz am Waldrand auf weichem Blätterboden, sonnenbeschienen. Frühstück, ausgiebig. Die Sonne scheint uns auf den Rücken oder ins Gesicht – je nach Vorliebe.

Wir erreichen die erste Station, Damaris aus Erfurt, im anderen Leben Bauzeichnerin, zeigt uns die Herstellung von Firebugs, Anzündehilfen aus Wachs und Wattepads. Wir sitzen in der Sonne, schauen ins Tal und reden über ihre Erfahrungen mit dem Zeugnis von Jesus unter den Menschen im Osten. Hartes Land. HERR komm mit deinem Geist und bezeuge dich in den Herzen. Unterwegs.

 

Die meiste Zeit sind wir als Team unter uns. Wir begutachten Tierspuren, bestimmen Pflanzen. Manches ruhige Gespräch zu zweit und tieferes Kennenlernen ist hier möglich, unterwegs.

 

Abends im Camp 1 am Skihang. Herrlicher Ausblick ins Tal. Sehr windig, was den Aufbau des Biwaks zu einer besonderen Herausforderung macht. Ein selbstgekochter herzhafter Gemüse Eintopf mit satter Salamieinlage begeistert uns.

Die Camppastorin spricht über den Glauben Abrahams, darüber, die Stimme Gottes zu hören und ihr zu folgen auch ohne die Erfüllung der Verheißungen schon zu sehen. Die Geschichte des Mädchens, das auf Gottes Reden hin in einem Laden vor dem Getränkeautomaten einen Handstand macht und dadurch zur Antwort Gottes auf den Ruf eines verzweifelten Suchenden wird, der um eben dieses Zeichen gebetet hatte, gräbt sich in die Herzen ein und bewegt die Jungs. Willst du so entschieden glaubend und gehorsam mit Gott in deinem Alltag unterwegs sein?

 

18.4., 6 Uhr. Same procedure. Unsere Aktion für diesen Tag, Klettern und Abseilen, beginnt um 9 Uhr, etwa 6 km von hier. Aufbruch ohne Frühstück.

Als wir nach Norden ins Tal hinuntersteigen wird es eiskalt. Es folgt ein steiler Anstieg zum Felsen, wo Rangers aus Weil der Stadt gerade die Sicherungsseile anbringen, während wir unser Frühstück in der Sonne genießen, die gerade rechtzeitig dafür um die Ecke kommt. Wie herrlich ist Gottes Welt!

Einer der Rangers möchte wegen Höhenangst nicht klettern. Ich ermutige ihn, es doch einmal zu versuchen, und wenn auch vielleicht nur 1 oder 2 m. Er wagt es – und steigt unter den ermutigenden, begeisterten Zurufen der Ranger durch den Kamin bis oben zu Chris, der ihn sichert. Ein Gemisch aus tiefster Befriedigung, Überraschung über das Gewagte und Freude strahlt aus seinen Augen, als er wieder unten steht. Herausforderungen bestehen und daran wachsen, unterwegs.

 

Teamzeit im Wald, tiefgehender Austausch über das Erkennen von Berufungen, die Sehnsucht der Rangers, Gottes Stimme zu hören und mit Gott eben auch im Alltag zu gehen.

 

16 Uhr, wir erreichen Camp 2, unser Tagesziel. Eine Lichtung am Rande eines Hochmoors. Steffen, der Campleiter aus Schorndorf empfängt uns mit hirtlicher Freundlichkeit.

Thema des Abends: was sind deine Nöte? – was tun mit Nöten durch unverschuldete Umstände und durch Sünde? Das Angebot zum Sündenbekenntnis und Zusprache der Vergebung vor einem Bruder, einer Schwester wird gemacht und vielfach genutzt. Befreiung und Segen, unterwegs.

 

19.4., 6 Uhr. Reif liegt auf dem Tarp und den Schlafsäcken der Ranger, die die Nacht lieber unter dem freien Himmel als unter dem Tarp verbringen wollten. Es ist eiskalt. Ohne Frühstück. Wir erreichen die erste Station des Tages zusammen mit der Sonne – aahh.

Während Claudia und ihr Mann, Stammleiter aus Fürth, herrlich duftendes Bannock für uns auf dem Spirituskocher zaubern, erzählen sie uns, wie sie sich vor 20 Jahren bei einer Veranstaltung in Hof am ersten Abend bekehrten. Der Chef hatte ihn, den Vertriebsmann, dazu eingeladen, unterwegs. Wir freuen uns.

 

Gegen Abend erreichen wir Schmiedefeld. Auf einer Wiese am Wald entsteht neben hunderten weiterer auch unser Biwak. Die Jungs machen es nun selbstständig, in kurzer Zeit. Wachstum geschieht unterwegs.

 Mir ist flau im Magen, Erschöpfung oder ein bug? - so verzichte ich auf’s Abendessen, aber die Rangers genießen das Thüringer Finale: Thüringer Bratwurst, Sauerkraut, Kartoffelbrei und Schokopudding zusammen mit den anderen Rangers unserer Seilschaft. Teil einer großen Gemeinschaft sein, unterwegs.

Abendversammlung im großen Zelt mit 2500 Rangers. Knackiges Vorprogramm, Lachen, Begeisterung, Staunen, Lobpreis und die herausfordernde Message von Johannes Justus, des Präses des BFP: Es geht um Charakter, Charakter wird unterwegs, im Dienst, unter Druck geformt. Das Bild der Münze, Materialwert 10ct, doch nach Prägung 1€ wert bleibt im Gedächtnis. „Niemand kann dir deinen Wert geben, außer dein Schöpfer, der ihn dir zuspricht!“

Der Abend endet mit dem Gebet um Erfüllung mit dem Heiligen Geist und Gaben des Geistes.

 

 

20.4., Abschlussveranstaltung im Zelt. Dank und Wertschätzung für die Ideengeber und Bereichsleiter dieses Bundeshajks – junge Leute, die bereit waren, Verantwortung für eine Aufgabe zu übernehmen, die zu groß schien und die sie mit Gottes Hilfe und in der Gemeinschaft der Rangers schließlich meisterten.

Peter Lehmann, Bundesleiter, spricht begeisternd und eindringlich anhand des Beispiels der Jünger Jesu über die vielfältigen Persönlichkeiten und Aufgaben mit dem einen Ziel: Menschen zu Jesus zu bringen. Royal Rangers Arbeit nur und ausschließlich als Teil der Gemeinde. Unterwegs.

 

Zum Schluß das Rangerversprechen aus 2500 Herzen: Mit Gottes Hilfe will ich mein Bestes tun, um Gott, meiner Gemeinde und meinen Mitmenschen zu dienen und die goldene Regel zu meinem täglichen Leitspruch zu machen. Seid bereit! Allzeit bereit für Jesus! Unterwegs.

 

Danke für 5 wunderbare Tage Unterwegs mit Jesus!

 

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